Tallinn Trip
Anreise:
Mittels Viehtransport^WDuesenflieger ging es von Flughafen Stuttgart ueber den Flughafen Kopenhagen, wo auch die erste Ueberraschung wartete. Der komplette fucking Flughafen Kopenhagen (IATA-Code: CPH) schien komplett rauchfrei zu sein. Ich weiss dass Rauchen schaedlich ist (auch fuer mein Umfeld), aber innerhalb von 2 Stunden Wartezeit auf den Anschlussflug nicht einmal eine einzige, winzig kleine, ganz kurze und sehr lighte Zigarette in so einem Raucheraquarium zur Linderung rauchen zu duerfen ist schon heftig. Die als Ersatzueberbrueckungsdroge Bier wurde uebrigends auch wegen Preisen den (0.5l kosten dort ca. 8 schlappe Euronen) ersatzlos gestrichen.
In Tallinn angekommen ueberrascht der Flughafen Tallinn mit flaechendeckendem und offenen WLAN.
Unterkunft
Das Reval Park Hotel & Casino war in Ordnung was die Zimmer anging (bei den Feuchtraeumen druecke ich ein Auge zu, da ich anderes aus dem Urlaub gewohnt bin), jedoch der einmalige aus Faulheit begangene Hotelrestaurantbesuch endete mit in einem Fiasko. Steak medium bestellt und eine 2-finger-dicke Schuhsohle mit einem zart rosa schimmernden Innenleben. Ich hab mir ja noch nie so nen Mixstab gewuenscht…
Altstadt
Der Rathausplatz und die umliegenden Gassen sind fuer andere vielleicht interessanter, aber ich bin da eventuell von meinem Heimatrathausplatz etwas abgestumpft :)
Die komplette historische Altstadt wird aggressiv touristisch vermarktet und laesst ein Jahrmarktsgefuehl (inkl. Menschenmassen) aufkommen.
In der Altstadt selbst gab es modernsten Nahverkehr.
Ein weiteres interessantes Detail waren die zu mietenden Segways und die vornehm gekleideten Damen
Fazit
Tallinn ist definitiv eine Reise wert, jedoch reichen meiner Meinung nach 2-3 Tage locker aus. Die Stadt ist fast flaechendeckend mit offenen Hotspots versehen. Ausserhalb der Altstadt und dem kleinen angrenzenden modernen Bezirk ist alles etwas… ich sage mal vernachlaessigt.
Gastronomie
Die Gastronomie in der Altstadt ist sehr praesent, hat uebersichtliche Portionen, gepfefferte Preise und die Servicekraefte sind sehr freundlich und sind um unser Bestes1) bemueht.
Ausserhalb wurde groesstenteils fehlende Qualitaet und mangelnde Kochkunst durch Bling-Bling ersetzt.
In Lokalen fernab der Touristenmassen gab es verschiedene Eindruecke. Auf der Terrasse2) eines Lokals mit Kueche aus Georgien mussten wir auf unsere Bestellung (2 Bier und Speisekarte) zirka 30 Minuten warten… dies koennte jedoch auch an dem hohen Gastaufkommen (alles in allem 4 Erwachsene und 2 Kinder) gelegen haben. Feste Nahrung haben wir dort dann doch keine bestellt.
In einem anderen Lokal wurden wir geschlagene 45 Minuten trotz sehr aktivem Servicepersonal ignoriert, bei einem Asiaten wurde das Essen vor Beendigung abgeraeumt.
Eine sehr zu empfehlende Lokation ist jedoch Seiklusjutte Maalt Ja Merelt. Der Pub ist schoen eingerichtet (2. Stockwerke) und hat einen tollen Biergarten in dem gegrillt wird. Das Essen (grosse Auswahl) ist durchaus nicht von schlechten Eltern und der Service ist hoechstwahrscheinlich der beste der Stadt.
Gemischt
Ueberwachungskameras sind allgegenwaertig.
Alkohol scheint der Verkausschlager zu sein und wird meistens sofort nach Ankunft zu jeder Tageszeit im Uebermass genossen. Als Raucher wurde man ein bisschen zu oft um Zigaretten angeschnorrt, aber nach den Entzugserscheinungen im Flughafen Kopenhagen konnte ich niemand eine Zigarette verwehren
Der Zoo war der blanke Horror fuer mich (mein erster Zoobesuch seit ca. 2 Jahrzehnten) und ist es wert speziell darueber zu schreiben.



Diskussion
„Die als Ersatzueberbrueckungsdroge Bier wurde uebrigends auch wegen Preisen den (0.5l kosten dort ca. 8 schlappe Euronen) ersatzlos gestrichen.“
Da kommt der Schwabe raus! ;)
Manchmal hasse ich meine schwaebischen Gene, andererseits haben mich diese auch schon oft vor finanziellem Unheil bewahrt